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Kinepod Deutsch

Christophe OTTE, Gründer des Kinepod-Konzeptes

Christophe Otte, Gründer des Kinepod-Konzepts

Von Klein auf war ich von der Kunst der Manualtherapie und dem Anbringen von Verbänden begeistert. Vorbild war mir meine Großmutter mütterlicherseits, die viele, von ihren Ahnen übermittelte manuelle Behandlungsformen (Heilkunde) anwandte und Verbände je nach den verfügbaren Mitteln anlegte. Ich konnte daher seit meiner Kindheit überraschende Ergebnisse dieser eigenartigen Praktiken feststellen. Einerseits durch Berufung und andererseits aus dem Bedürfnis zu verstehen, begann ich die Ausbildung in Kinesiotherapie. Um mein Verständnis der Gelenksmechanik, insbesondere jener des Fußes, noch zu perfektionieren, schloss ich daran die Ausbildung in der Fußheilkunde an. Darüber hinaus verfüge ich über Ausbildungen in Ostheopathie, Orthopädie, manueller Haltungstherapie (Orthopraktik, Moneyron-Methode) und Posturologie.

Trotz dieser vielen Ausbildungen blieben bestimmte Fragen ungelöst und kamen sogar noch viele andere hinzu.

Interessanterweise half mir die Praxis dabei, den menschlichen Körper besser zu verstehen. Zuerst wendete ich an, was ich gelernt hatte und stellte dabei die Grenzen all dieser erlernten Therapien fest.

Meine erste Feststellung in der Praxis war, dass die Patienten, für die ich passive orthopädische Einlagen hergestellt hatte, von diesen total abhängig wurden und in den Bereichen oberhalb der Füße zu leiden begannen. Diese Feststellung machte mir bewusst, dass orthopädische Einlagen ebenso wie andere medizinische Orthesen die Muskeln schwächen, weil sie die Beweglichkeit des Fußes einschränken. Tatsächlich wurde die Muskulatur durch die orthopädische Stütze immer schwächer und es wurde für meine Patienten schwierig, ja sogar unmöglich, sich von ihren Einlagen zu trennen und in der Folge von den später auftretenden Schmerzen! Insgesamt war das Tragen von passiven orthopädischen Einlagen gewiss kurzfristig wirksam, aber brachte allzu häufig den Nachteil mit sich, dass das Tragen der Einlagen im Gegenzug zum Verlust der Beweglichkeit der Füße führt.

 

Bei zu großen Mängeln der Füße erwies sich die Rehabilitation in der Praxis allerdings manchmal als begrenzt; deshalb habe ich mich entschlossen, das Tragen der aktiven Einlagen im Alltag mit Übungen auf aktiven Einlagen in der Praxis und/oder zu Hause zu verbinden. Die Ergebnisse waren verblüffend. Zum ersten Mal konnte ich feststellen, dass bei Kindern eine Fehlbildung verschwunden war. Das hatte ich nie zuvor bei klassischen Reha-Maßnahmen (der Kinesiotherapie und Fußheilkunde) erlebt.

Damit war die Idee der dynamischen Rehabilitation geboren. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir auch bewusst, dass es keine Therapie gibt, die einen Körper in Bewegung beeinflusst. In der Folge habe ich daher die orthokinesiologische Manipulation entwickelt, die den Körper in Bewegung und damit unter voller Spannung behandelt. Diese Methode bringt bei Krankheiten, die mit Haltungs- und Dynamikproblemen in Verbindung stehen, rasch bessere Erfolge als die statischen Therapien.

In meinen praktischen Erfahrungen stellte ich fest, dass zahlreiche Formen von Ungleichgewicht von den Kiefergelenken stammen. Von da an ließ ich mich in Kiefer- und Gesichtsrehabilitation sowie Kieferorthopädie ausbilden. Auf meinem Weg hatte ich auch das Glück, einen Bruder zu haben, der Zahnarzt ist,Doktor Olivier Otte, der sich ebenso der von Unsymmetrien im Mundbereich ausgehenden Kettenreaktion nach unten bewusst war. Gemeinsam haben wir eine Reihe aktiver Mundorthesen herausgebracht. Das Ziel dabei ist immer, durch das aktive Prinzip die Bewegungsfähigkeit des Mundes wiederherzustellen. Diese Orthese erlaubt eine perfekte Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit des Kiefer- und Gesichtsbereichs, ein ausgeglichenes Kiefergelenk und eine kieferorthopädische Rehabilitation.

 

Zur Vervollständigung meiner aktiven Reha-Behelfe habe ich mit der Schaffung des aktiven Augenbretts die augenmotorische Rehabilitation eingebunden. Auf diese Idee kam ich, nachdem ich wegen einer kleinen augenmotorischen Schwäche des rechten Auges einige orthoptische Sitzungen besuchte.

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Schließlich hatte ich das Glück, Matthieu Selsek kennenzulernen, einen Informatikingenieur, der sich auch sehr für die menschliche Biomechanik interessiert. Seit der Gründung seiner Gesellschaft MCS Innovation bin ich sein biomechanischer Berater bei der Entwicklung der Podia XP-Software. Diese Diagnosetools sind mir in meiner beruflichen Praxis äußerst nützlich. Unser Labor setzt derzeit seine Partnerschaft mit MCS Innovation fort.

Die Gründung des KINEPOD-Labors erfolgte also hauptsächlich, damit den Gesundheitsspezialisten meine Erfahrungen und Heilbehelfe zugute kommen und meine Reha-Methode gefördert wird.